Die Melancholie der Fußballplätze

Fußballplätze und -landschaften   #1    #2

Das Stadion am Schloß in Herne, das Opelstadion in Rüsselsheim, das Stimbergstadion in Oer-Erkenschwick oder der Platz des TSV Schömberg im Schwarzwald und viele andere.

Zu sehen sind nicht die Erstliga-Arenen, die seelenlosen Großstadien oder die von der Medienwelt befeuerten Emotionen der Fußballindustrie. Hier geht es um die schlichten Orte des Fußballes. Im Mittelpunkt steht deren Ästhetik und die Kultur eines Sportes, der in der fortschreitenden Professionalisierung seine Kultur schon fast aufgegeben hat. Von der "großen" Fußballgeschichte längst vergessene Stadien und Plätze, die schon immer abseits dieser Welt lagen. Ein trostloser Dorfplatz kann von ähnlich ästhetischem Reiz sein, wie ein von graffiti-lastiger Fankultur überzogener Nostalgie-Ort wie der "alte" Bieberer Berg in Offenbach. 

Die Bilder sind nicht unbedingt "schön" oder "faszinierend", aber oft ist der Blick auf eine vermooste Stehtribüne oder ein verwaistes Kassenhäuschen auch ein Blick auf ein untergehendes Stück Kultur.